Beruflich in die USA – was sollte man wissen?

Jeder Auslandsaufenthalt erweitert den Horizont, hilft, Sprachkenntnisse zu erweitern oder zu vertiefen und stellt einen klaren Pluspunkt im Lebenslauf dar. Die USA zählen zu den beliebtesten Zielen. Im Laufe der Geschichte haben sie so viele Einwanderungen verzeichnet wie kein anderes Land. Es gibt viele Erzählungen über das Thema „Vom Tellerwäscher zum Millionär“. Nicht alle sind ernst zu nehmen, jedoch nutzten durchaus viele Menschen Amerika als Sprungbrett zu einer erfolgreichen Karriere. Bevor Sie sich Ihren Traum erfüllen, sollten Sie sich jedoch ausführlich über Leben und Arbeiten in den USA informieren.

Warum die USA für einen Auslandsaufenthalt auswählen?

Früher wurde Amerika häufig mit dem Gedanken „Nothing is impossible“ verknüpft. Mittlerweile hat sich jedoch vieles geändert, sodass er nicht mehr ganz zutreffend ist. Die USA bieten jedoch einige Vorteile gegenüber anderen Ländern in Bezug auf einen beruflichen Aufenthalt:

  • 97,4 Prozent der österreichischen Schüler bekommen bereits in der Volksschule Englischunterricht, sodass die Sprache in der Regel gut beherrscht wird
  • es besteht ein großer Fachkräftemangel, internationale Bewerber sind daher stets willkommen
  • starke Entwicklung von unzähligen Geschäftsmodellen, Softwares und Tools, man erlangt teilweise neues Wissen, das dem in der Heimat deutlich überlegen ist
  • man trifft auf Menschen aus aller Welt, was zu hohen interkulturellen Kompetenzen führt, auf die Arbeitgeber heute großen Wert legen

Arbeitnehmer-Entsendung in die USA

Wer von seinem Arbeitgeber in eine Zweigstelle versetzt wird, hat es deutlich leichter, in den USA Fuß zu fassen. Für viele ausländische Unternehmen wie beispielsweise die Binder Austria GmbH spielt Amerika als Standort eine wichtige Rolle. Binder Austria ist dem deutschen, inhabergeführten Familienunternehmen Franz Binder GmbH & Co. angeschlossen, das zu den Marktführern im Bereich der Rundsteckverbinder gehört. Da der Betrieb über die USA hinaus auch in zahlreichen weiteren Ländern, darunter China, England, Frankreich und Schweden, einen Standort besitzt, ist die Möglichkeit einer gewünschten Entsendung ins Ausland eher gegeben. Unternehmen, die Angestellten einen Arbeitsplatz in den USA bieten, müssen darauf achten, dass in der Regel sowohl eine Aufenthaltsberechtigung als auch Arbeitsgenehmigung beantragt werden muss.

Ausländische Arbeitgeber verfügen grundsätzlich über zwei verschiedene Möglichkeiten, ihre Mitarbeiter in Amerika einzusetzen.  Die Bezeichnung Entsendung trifft zu, wenn bereits ein Arbeitsvertrag mit einem ausländischen Betrieb besteht, von dort die Entgeltzahlung erfolgt und der Arbeitnehmer in einem Tochterunternehmen oder ähnliches beschäftigt wird. Die zweite Alternative ist der Abschluss eines eigenständigen Vertrages mit dem US-Unternehmen, die bestehende Vereinbarung im Heimatland ruht, wird gekündigt oder aufgehoben. Grundsätzlich ist in beiden Fällen ein Visum erforderlich.

Drei mögliche Visa-Typen

Wer sich auf eigene Faust zum Geldverdienen auf den Weg in die USA macht, benötigt selbstverständlich ebenfalls ein Arbeitsvisum. Es gibt verschiedene Varianten, deren Ausstellung von der beabsichtigen Länge des Aufenthaltes abhängt. Die am häufigsten genutzten Visa-Arten und deren Voraussetzungen sind wie folgt:

  • H-1B – Fachkräfte, abgeschlossene spezifische Hochschulausbildung, Vorlage einer Bescheinigung des Arbeitsministeriums
  • H-2B – befristete Arbeitserlaubnis, nur für bestimmte Länder, darunter auch Österreich, Arbeitsministeriums-Bescheinigung
  • Petition – beantragt der zukünftige Arbeitgeber

Wichtiges zur Bewerbung

Da die Arbeitssuche mit einem Touristenvisum verboten ist, muss sie bereits von Österreich aus erfolgen. An die Bewerbungen werden nicht ganz so hohe Ansprüche wie bei uns gestellt. Das Augenmerk liegt vor allem auf dem Motivationsschreiben, das optisch gerne etwas auffallend sein darf. Zwingend sollten außerdem die individuellen Qualifikationen und das Interesse an dem jeweiligen Unternehmen mit schlüssiger Begründung beinhaltet sein. In den USA erfolgen die meisten Bewertungen anonym. Das heißt, weder Nationalität, Passfoto, Name, Alter, Geschlecht und Konfession werden erwähnt. Hingegen sind Referenzen früherer Arbeitgeber von großer Bedeutung.

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