Österreichs Strom-Wunder: Wie der Juli das Land zum Export-Meister machte!

Ein unerwartetes Strom-Wunder im Juli Österreich hat es geschafft! Der Juli 2025 wird als der Monat in die Geschichte eingehen, in dem unser Land zum Strom-Export-Champion wurde. Dank überdurchschnittlicher Niederschläge und einer bemerkenswerten Steigerung der …

Ein unerwartetes Strom-Wunder im Juli

Österreich hat es geschafft! Der Juli 2025 wird als der Monat in die Geschichte eingehen, in dem unser Land zum Strom-Export-Champion wurde. Dank überdurchschnittlicher Niederschläge und einer bemerkenswerten Steigerung der Laufwasserkrafterzeugung konnte Österreich mehr Strom exportieren als je zuvor. Doch wie kam es zu diesem erstaunlichen Ergebnis, und was bedeutet das für die Zukunft?

Der Regen als Retter in der Not

Der Juli begann mit einer düsteren Prognose. Die Laufwasserkrafterzeugung lag mit 508 GWh in der Kalenderwoche 27 unter dem langjährigen saisonalen Durchschnitt. Doch dann kam der Regen! Bis zum Monatsende stieg die Erzeugung auf beeindruckende 904 GWh an, ein saisonal historisches Maximum. Diese nahezu Verdoppelung der Produktion war der Schlüssel zum Erfolg.

Gerhard Christiner, Vorstandssprecher der Austrian Power Grid AG, erklärte: „Die starken Niederschläge gegen Ende des Monats konnten die Trockenheit zu Beginn kompensieren. Insgesamt fiel die Stromproduktion im Juli dank eines nur sehr geringen Rückgangs der Erzeugung aus Erneuerbaren gut aus. Österreich war im Juli ein Export-Land.“

Eine beeindruckende Bilanz

Die Statistik spricht für sich: Im Juli 2025 exportierte Österreich 458 GWh Strom ins Ausland. An 22 Tagen wurde bilanziell mehr Strom exportiert als importiert. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem sogar an allen 31 Tagen des Monats Strom exportiert wurde, war der Saldo von 997 GWh zwar höher, doch die diesjährige Leistung bleibt beeindruckend.

Die erneuerbare Stromerzeugung betrug insgesamt 6.075 GWh, nur 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil der Photovoltaik-Anlagen ging um 2,5 Prozent zurück, während die Wasserkraftproduktion um 1,2 Prozent sank. Einzig die Windenergie legte um 3,9 Prozent zu. Dennoch stellten erneuerbare Energiequellen im Juli etwa 93,5 Prozent der Gesamteinspeisung dar.

Die Herausforderungen der Stromnetze

Mit der Volatilität des Stromsystems und dem Druck zur Integration der Erneuerbaren Energiequellen wird ein leistungsfähiges Stromnetz immer wichtiger. „In Zeiten einer herausfordernden energiewirtschaftlichen Gesamtsituation gilt es, all diese Entwicklungen zu antizipieren“, so Christiner. Der Ausbau der Erneuerbaren darf nicht dem Ausbau der Strominfrastruktur vorauseilen, da sie sonst keinen Platz im Netz finden.

Im Juli 2025 entstanden durch Redispatch-Maßnahmen, die notwendig sind, um Überlastungen im Stromnetz abzufangen, Kosten in Höhe von 53 Millionen Euro, ein Plus von 5,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Diese Maßnahmen waren an 105 Tagen erforderlich, was die Notwendigkeit stärkerer Netzkapazitäten unterstreicht.

Der Energieaustausch im Inland

Ein kapazitätsstarkes Übertragungsnetz ist entscheidend für die Verteilung von Stromüberschüssen innerhalb Österreichs. Im Juli 2025 speisten Niederösterreich (421 GWh) und Oberösterreich (287 GWh) die höchsten Energiemengen in das APG-Netz ein. Wien (450 GWh) und Kärnten (173 GWh) bezogen den meisten Strom aus dem Netz.

Zunehmende Elektrifizierung als Trend

Die Elektrifizierung aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche schreitet voran. Im Juli 2025 verbrauchte Österreich 5.493 GWh Strom aus dem öffentlichen Netz, eine Erhöhung um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf den steigenden Strombedarf.

Ein Blick in die Zukunft

Die Austrian Power Grid AG plant bis 2034 Investitionen in Höhe von 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau. Diese Investitionen sind entscheidend, um die Energieziele Österreichs zu erreichen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der Ausbau der Strominfrastruktur wird auch in den kommenden Jahren ein zentrales Thema bleiben.

Experten sind sich einig: Österreich hat das Potenzial, ein Vorreiter in der Nutzung erneuerbarer Energien zu werden. Mit einer starken Infrastruktur und der richtigen politischen Unterstützung kann das Land seine Position als Strom-Export-Land weiter ausbauen.

Fazit: Eine Nation im Wandel

Österreich hat im Juli 2025 gezeigt, dass es in der Lage ist, seine Energieversorgung nachhaltig zu gestalten und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile aus dem Export von Strom zu ziehen. Die Herausforderungen sind groß, aber die Chancen sind es auch. Mit der richtigen Strategie und Investitionen in die Infrastruktur kann Österreich ein Vorbild für andere Länder werden.

Die Zukunft der Energieversorgung liegt in unseren Händen. Es liegt an uns, die Weichen für eine nachhaltige und sichere Stromversorgung zu stellen.